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Du, Proletarier
von Unbekannt (ca. 1924)

Du baust für sie Paläste,
Bist selber wohnungslos.
Du webst für sie die Kleider
Und gehst zerlumpt und bloß.
Du mähst für sie die Ähren
Und nagst am Hungertuch.
Du schlägst für sie die Schlachten.

Du schaffst die Millionen,
Und erntest ihren Fluch.
Erhältst den Hungerlohn,
Sie schwelgen stets in Wollust,
Du seufzt in schwerer Fron.
Du zahlst für sie die Steuern
Und hast kein Recht im Staat.
Du, Proletar, du, Sklave
Du treibst das Weltenrad.

Wie lang noch willst du es dulden?
Besinn dich deiner Kraft,
Veriene [?] dich zum Ganzen,
Dann hast du es geschafft.